Tag 11: Von Düsseldorf nach Kleve

Da ist er, der letzte Tag meines kleinen Abenteuers. Nicht mehr morgens in einem Hotelbett wach werden, Sachen packen und überlegen ob man alles hat. Auf der einen Seite ist es schön zu wissen, dass man bald zu Hause ist, auf der anderen hat man sich daran gewöhnt. Doch bis dahin sind es noch ein paar Kilometer. Den Weg nach Düsseldorf kenne ich von vorhergehenden Fahrten und das in verschiedenen Variationen. Bedingt durch die immensen Schäden, war es nicht leicht einen Ausweg zu finden. Die Stadt ist eh schon chaotisch durch U-Bahn-Neubau und dann dazu noch einige Radwege gesperrt oder plötzlich nicht mehr nutzbar. Das ist dann für mich doch ein wenig verwirrend gewesen. Den Weg hab ich dann doch irgendwann gefunden und das auf den bekannten Wegen. Zum Beispiel entlang der Gassen an den Rheinterrassen. Na, wer kennt diesen Schnippsel einer kleinen Düsseldorferkombo?

Den Weg umgekehrt zurück zu fahren ist etwas spannendes. Es ist ja nur eine Seite die befahren wird.. Aber diesmal zurück. Komplett neue Perspektiven. Wege die einem bekannt sein sollten sind wie neu. Aufeinmal macht es nur wieder „Klick“ und man fragt sich: “Bist du hier schon mal langgefahren?“ Durch die starke Besiedlung des Ruhrgebietes und auch teilen des Rheinlandes, ist es unvermeidbar die Städte zu durchqueren. Es gäbe zwar sicherlich auch Wege, um die Zivilisation zu meiden, doch wären die um einiges weiter. Den Vorteil der Versorgung machen die Ampeln im Nu kaputt. Es gibt kaum einen Kilometer, an dem man ruhig durchfahren kann ohne von einer Ampel gestoppt zu werden.

Diese letzte Etappe war auf anderer Sicht für mich speziell. War vor ein paar Tagen alles neu für mich und die Eindrücke schossen nur auf mich ein, merkt man wie selbstverständlich doch etwas geworden sein kann. Das fiel besonders bei der Art der Fotomotive auf. Man sieht etwas, das bekannt ist und es kommt einem der Gedanke: “Warum davon ein Foto“? Dabei wäre es doch gerade klasse, dass was man jeden Tag sieht, als etwas Besonderes anzuerkennen, denn das ist das wahre Leben um einen herum, die Dinge die einen begleiten und geprägt haben. Leider verblassen diese Eindrücke aber sehr schnell. Dennoch ist es immer wieder toll zu Hause anzukommen. Und das bin ich nun. Zurück in Kleve.

Distanz: 95.42 km
Maximale Höhe: 31 m
Minimale Höhe: -53 m
Gesamtanstieg: 164 m
Gesamtabstieg: -147 m
Durchschnittsgeschwindigkeit: 17.00 km/h
Total Time: 07:45:42

 

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