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NRW-Sternfahrt 2014. So war es für mich

Nun ist sie schon Geschichte, die Sternfahrt 2014. Es sollte meine erste aber sicher nicht meine letzte sein. Angedacht war es sich dem Zubringer aus Geldern anzuschließen, doch spontan entschloss ich mich, meinen eigenen zu eröffnen. Sozusagen einen Ein-Mann-Zubringer. Ziel war es um 14 Uhr pünktlich an der Königsallee in Düsseldorf zu sein. Was soll ich sagen: Es hat funktioniert.

Ein Zubringer will wohlgeplant sein und so überließ ich das jemandem,  der Ahnung davon hat. MapSource von Garmin mit OpenFietsMap-Karten und einer Einstellung, die mich nicht durch jedes Dorf führt. Sonntags ist es gewöhnlich noch ruhiger am unteren Niederrhein und so teile ich mir den Fahrradweg und die Straße entlang der L362 nur mit wenigen Radlern und einigen Autos. Selbst Motorräder waren nicht so viele zu sehen.

Video vom YouTube-User rimini84 alle Rechte liegen bei ihm

95km sollten vor mir liegen, bevor ich in der schönsten Stadt am Rhein ankommen sollte. Eine Probe für mich, mein Rad und meinen Hintern. Es lagen ja danach nochmal ca. 20km vor mir.Angekommen in Düsseldorf staunte ich dann nicht schlecht, was sich schon für Massen an der Königsallee eingefunden hatten. Fahrräder aller Gattungen und auch solche, die man erst auf den zweiten Blick als Rad erkennen konnte. Mal lauter – durch aufgesetzte Boxen -, mal schriller, extravagant oder einfach nur Fahrrad. Punkt 14 Uhr erklingelte dann der Startschuss und ein Pulk Menschen machte sich auf durchs Städtchen.

Entlang an den Bankgebäuden und vieler staunender Gäste diverser Hotels, ging es ab durch Düsseldorf und hin zur ersten von zwei Brückenüberquerungen. Besonders an den Brücken staute es sich manchmal  auf, obgleich der Steigung und auch anfänglich war Geschick beim Balancieren gefragt. Im Nachhinein aber betrachtet um einiges besser, als das auseinandergezogene Feld am Ende der Fahrt. In Oberkassel stieß dann der nächste Strom an Radlern hinzu, was, wie bei den folgenden auch, zu Stockungen führte.

Doch genau an diesen Knotenpunkten warteten besonders viele Menschen mit Kameras, lächelnde aber auch etwas genervte. Begleitet wurde die Vereinigung der Ströme zumeist mit den Klängen lauter aber rhythmischer Trommeln. Um das auseinandergezogene Feld wieder zu vereinen gab es einen kleinen Zwangsstop im Medienhafen. Dort wurde einem erst so richtig bewusst, welche unglaubliche Anzahl an Radfahrern sich zusammen tat. 7500 sollten es am Ende sein. Etwas genervt war die Polizei dann doch, was sich darin äußerte, dass sie die Fotografen auf der Brücke etwas forscher bat weiterzufahren, da es ja auch noch andere Verkehrsteilnehmer in Düsseldorf gäbe.

Nun sollten die zwei „Highlights“ der Tour folgen. Zumindest für mich und das Highlight wahr eigentlich mehr ein Downlight. Es ging ja unterirdisch weiter. Einmal durch den Rheinufertunnel. Ein erhebendes Gefühl, wenn der einzige Krach den es zu hören gibt, Klingeln, jubeln und Trommeln sind. Zusammen mit 7500 Mitfahrern macht es einfach Spaß, durch die Stadt zu fahren. Nicht auf Ampeln achten zu müssen und einfach mal zu genießen. Schade nur, das besonders am Ende das Feld doch sehr auseinandergezogen war. So kamen immer kleine Grüppchen am Ziel an oder auch mal vereinzelte Fahrer. Bin mir nicht sicher, ob vorne extra etwas höhere Geschwindigkeit vorgegeben wurde oder es einfach nur Zufall war.

Gezeigt wurde, dass auf zwei Spuren aber jede Menge Verkehr abgewickelt werden kann und viel weniger Platz braucht. Als Link sind noch die zwei GPX-Tracks der Hinfahrt und der Sternfahrt selber. Aber bitte Obacht: Nun ist wieder alles beim alten. 😉

Distanz: 23.53 km
Maximale Höhe: 75 m
Minimale Höhe: 34 m
Gesamtanstieg: 58 m
Gesamtabstieg: -72 m
Durchschnittsgeschwindigkeit: 15.54 km/h
Total Time: 02:03:56

Distanz: 93.96 km
Maximale Höhe: 33 m
Minimale Höhe: -1 m
Gesamtanstieg: 146 m
Gesamtabstieg: -126 m
Durchschnittsgeschwindigkeit: 22.03 km/h
Total Time: 04:57:18

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Bericht beim Talradler

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