Die Vorteile des Verschlafen

Eigentlich war der Plan schon fix. Es sollte mit der Bahn bis nach Brilon gehen und dann über die Panoramaroute entlang der Möhne. Die Idee zu der Route kam mir durch einen Radiobericht. WDR 2 berichtete über die ganzen Motorradfahrer die mit ansteigenden Temperaturen anfingen, das Sauerland zu bevölkern. Mir kam der Gedanke, wenn es für Motorradfahrer dort schöne Strecken gibt, sollte eigentlich auch was für Radfahrer geboten sein.

Google ist unser Freund und somit lag es nahe, eben mal im Silicon Valley zu fragen was die Datensammler auf Vorrat haben. Das Ergebnis war eben dieser Möhneradweg. Der Grund, warum ich eben nicht auf diesen genauer eingehe, ist ganz lapidar. Ich habe verschlafen und somit den Zug nicht rechtzeitig erwischt. Die Anfahrtszeit vom Niederrhein ist leider nicht wirklich kurz und somit entfiel die Fahrt. Der Rückweg muss ja noch eingerechnet werden und dann ist da noch die Tatsache des frühen Aufstehens, um pünktlich zur Arbeit zu kommen.

Dass mir das Verschlafen allerdings 260 Euro einsparte war mir bis eben noch nicht klar. Es ist Stadtfest, es wird viel geparkt und viel ausgestellt. Dass gerade ein Autohaus, das fernöstliche Hybridautos anbietet, den Abschnitt als Parkverbot auswies, wo mein französisches Auto stand, entzog sich meiner Kenntnis. Ein danke damit an das Ordnungsamt, das klingelte und mir anbot 60 Euro sofort zu zahlen und 200 Euro später für den Abschlepper, oder flotten Fußes mein Auto zu entfernen und es bei einem Spruch zu belassen. Ich nahm das Angebot mit dem Spruch an und setzte mein Auto weg.

Wenn ich daran denke ich hätte nicht verschlafen. Alles zum Möhneradweg und dem was noch kommt: Später.

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