Der Soundtrack des Radfahrers

Jeder hat ihn irgendwie auf eine Art: Den Soundtrack des Lebens. Auch beim Radfahren. Oft sucht man ja einfach nur die Ruhe und die Gelassenheit auf zwei Rädern. Abschalten vom Alltag und dahingleiten. Nichts drumherum soll stören. Aber gerade auf langen Touren kann auch das Abschalten etwas langweilig werden. So empfinde ich es zumindest. Spätestens dann, wenn man sich selbst als imaginärer Gesprächspartner satt ist, kommt der Wunsch auf nach etwas Ablenkung von der Ruhe. So ergeht es mir zumindest immer.

Dann bin ich froh, wenn ich auf meinem Telefon einige Lieder habe, die mir besonders gefallen. Dabei ist das Genre eher eine Nebensache. Jede Situation auf dem Rad lässt sich mit den Emotionen der Musik verbinden. Ob man progressive Musik hört beim schnellen Fahren, etwas entspanntere Musik beim Dahingleiten an Feldern, Wiesen oder Bergen. Spannend dabei ist, wie man die Musik unterschiedlich wahrnimmt. Die entspannte Musik, welche an einem Sonnentag entlang eines Rapsfeldes das Herz, Sonne und Wohlmut fließen läßt, kann bei der Dämmerung einen ganz anderen Einfluss auf die Empfindung haben. Man blickt zurück auf einen mehr oder weniger erfolgreichen Tag, was geschehen ist und lässt den Tag ausklingen. Die Musik besitzt eine Magie, die sich auf die Pedale übertragen lässt.

Eine geöffnete Seele in Kombination mit der Freiheit des Pedalierens fern des Alltags, tankt neue Kraft während die Füße die alte verbrauchte auf die Straße bringen. Zeit wird nicht mehr in den bekannten Einheiten gemessen, sondern Zeit ist einfach. Jedoch sollte man nicht zu sehr versinken in der Zeit, denn eines gilt auch dann immer noch: Augen auf im Straßenverkehr!

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