Art&Cycle. Die niederrheinischen Radwege künstlerisch neu entdecken

Der Niederrhein als solches besteht nicht nur aus flachen, zum Radfahren einladenden, Landschaften. Auch die Kunst nimmt einen Teil ein und bietet, nicht nur dem Reisenden, fantastische Einsichten in den Niederrhein. Zu erwähnen seien in Kleve das Museum Kurhaus sowie in Moyland das Museum Schloss Moyland. Diese zwei Museen haben es zu einem Ruf weit über die lokalen Grenzen gebracht. Doch was verbindet Kunst und Radfahren?

Nun, wer sich gerne in unseren Gefilden auf das Rad begibt und die Wege abfährt, dem wird auffallen, dass es malerische Ansichten gibt und zückt seinen Fotoapparat. Der Fotoapparat der vergangenen Zeit jedoch war die Leinwand und der Pinsel. Wohl aus diesem Grunde gibt es nun eine App, die sich noch im Beta-Stadium befindet, die einem Radfahrer die Kunst am Niederrhein näher bringen soll.

Fast jedes Smartphone ist in der Lage seinen Benutzer von A nach B zu navigieren und genau da setzt diese App an. Es gibt vorgefertigte Routen oder auch die Möglichkeit, sich individuell von einem Punkt zu einem ausgewählten Wegpunkt navigieren zu lassen. Insgesamt 24 Wegpunkte sind vorhanden. Jeder dieser Wegpunkte markiert einen Ort, an dem der Künstler eine Inspiration hatte und das was er sah, malte. Es können Ausblicke auf die weite Landschaft sein oder auch mal ein altes Haus oder eine Burg.

Für welche System gibt es die App?

Art & Cycle ist der Name der 35MB großen App. Zum Zeitpunkt des Verfassens lag auf der Homepage nur ein Link zum Google Play Store vor. Daraus entnehme ich, dass es diese App im Moment nur für das Android Betriebssystem gibt.

Nach dem Download

Nach dem Download und der Installation erscheint ein Begrüßungsbildschirm mit den Logos der einzelnen Institutionen und Förderer, die diese App möglich gemacht haben. Kurze Zeit später dann der Hinweis, dass die Bilder rechtlich geschützt sind und der Allgemeinheit nur mit Genehmigung zugänglich gemacht werden dürfen.

artandcycle-screenshot1
Der klar strukturierte Startbildschirm ermöglicht eine Auswahl zwischen vier Routen oder einer Individualroute.

Die erste Route ist die wohl längste. Hinter dem Namen Niederheinlande verbergen sich 140km Fahrradtour. Dabei durchquert man den Niederrhein und die angrenzenden Niederlande. Angelegt als Rundkurs passiert man u.a. Bedburg-Hau, Kleve, Nijmegen und Arnheim. Insgesamt 24 Wegpunkte gibt es, die einen die Bilder von damals und heute vergleichen lassen. Wer viel Energie aufwendet muss die Reserven auch wieder auffüllen. Aus diesem Grund sind in der Karte Cafés und Hotels entlang der Route hinterlegt. So kann man einkehren oder auch gemütlich übernachten, um am nächsten Tag voller Elan in eine weitere Etappe zu starten.

Wem 140km aber zuviel sind, der kann auch eine der kürzen Routen wählen. In drei kleine Etappen wurde die große Runde unterteilt. Die Rundroute Arnheim bietet auf 28km einiges zu sehen. Unter anderen die Museen Arnhem und Veluwezoom. Die Niederlande wären ohne Wasser nicht das was sie wären und so passiert es, dass auf dieser Route einmal mit einer kleinen Fähre übergesetzt werden muss. Fahrplan und aktuelle Neuigkeiten sollten daher auf der Seite www.driesleveer.nl beachtet werden.

Mit rund 16km ist die Route Nimwegen die kürzeste Teiletappe. Da diese jedoch auch Berg en Dal einschließt, sicher nicht die entspannteste. Um eine tolle Aussicht genießen zu können muss man eben auch bergauf fahren. Das taten schon Maler wie zum Beispiel Jan van Goyen.

44km ist die Route Kleve lang. Vorbei an Bedburg-Hau und ein Stück über die Via Romana, bekommt man verschiedene Ansichten der Schwanenburg und weiß spätestens dann, wieso Künstler wie Josef Beuys oder Willy Maywald inspiriert wurden.

Wem vorgefertigte Routen zuwider sind, kann sich auch von Punkt zu Punkt navigieren lassen. Einfach einen der Wegpunkte anklicken und schon öffnet sich ein Fenster mit Informationen. Zu sehen gibt es einen oder mehrere alte Bilder und viel Wissenswertes. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich durch einen Klick dorthin navigieren zu lassen.

artandcycle-screenshot2
Die Route ist sehr gut dargestellt. Entlang der Route sind Sehenswürdigkeiten und Einkehrmöglichkeiten als Wegpunkte eingetragen.

Diese Informationen lassen sich im übrigen auch in den vorgefertigten Routen abrufen. Jedoch fehlt dann die Möglichkeit einer Navigation dorthin.

Fazit:
Alles in allem eine schöne App, die einem Reisenden den Niederrhein näher bringt und den Einheimischen die Heimat. Natürlich ist darauf zu achten, dass ein Smartphone einiges an Energie verwendet, um zu navigieren und auch den ganzen Zeit den Bildschirm zu betreiben. Ein externer Akku oder die Chance, das Handy während der Fahrt zu laden sollten vorhanden sein.

Da die App noch Beta ist bleibt leider der GPS-Empfang die ganze Zeit aktiviert. Es gibt keine Möglichkeit aus der App heraus diese zu beenden. Es bedarf daher etwas an Hintergrundwissen zum Betriebssystem Android. Lange die Home-Taste drücken, um die App aus der Liste der laufenden Programme zu entfernen, funktioniert aber.

Weiterführende Links:

Art&Cycle Homepages des Schloß Moyland

Art&Cycle im Google Play Store downloaden

Leave a Reply